Top-Rehaklinik Onkologie / Hämatologie

Bild: Chefärztin Dr. med. Erdmann-Reusch

 

Unter der Leitung von:

 

Chefärztin Dr. med. Erdmann-Reusch

Fachärztin für Innere Medizin, Palliativmedizin, Psychoonkologie

 

 

"Unser medizinisch-therapeutisches Konzept sieht eine ganzheitliche Betreuung von Krebspatienten vor.  Ziel ist die Wiederherstellung der körperlichen, seelischen und geistigen Leistungsfähigkeit und sozialen Integration zur individuellen Bewältigung des Alltags zu Hause und im Beruf."

 


Behandlungskonzept

In einem multiprofessionellen Team gestalten Ärzte, Therapeuten mit verschiedenen Spezialisierungen, Psychologen, Diätassistenten, Sozialarbeiter und weitere Mitarbeiter einen individuell angepassten Behandlungsplan. Dieser orientiert sich an dem aktuellen Beschwerdebild des Patienten, seinen Handicaps und Funktionseinschränkungen und berücksichtigt seine Bedürfnisse und seine Motivation. Ziel der Rehabilitationsbehandlung ist die Überwindung der Folgen der Krebserkrankung und der Therapie. Die Stärkung gesunder Ressourcen zur selbstständigen Bewältigung des Alltags und zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben steht im Mittelpunkt.

 

Unser Behandlungsplan wird nach individueller Absprache mit dem Patienten gemeinsam erstellt. Unsere Patienten werden befähigt, erlernte Trainingsinhalte selbstständig umzusetzen und erworbene Kenntnisse auch nach der Rehabilitationsmaßnahme zu nutzen. Dies verbessert die Lebensqualität langfristig und nachhaltig. Eine rasche Rückkehr in das soziale Umfeld und den Beruf wird so gefördert.

 

Schwerstkranke und Pflegebedürftige erhalten neben individueller Förderung Hilfe und Unterstützung, welche die Lebenssituation angemessen berücksichtigt. Angehörige können als Begleitperson aufgenommen werden. Durch Einbeziehung und Schulung der Angehörigen oder Pflegenden versuchen wir, die häuslichen Belastungen zu reduzieren und beratend die postrehabilitative Versorgung und Weiterbehandlung mitzugestalten.

Fortsetzung im Akutbereich eingeleiteter Tumortherapien

Bei Bedarf ist die Fortsetzung bereits eingeleiteter Chemotherapien, hormonell-medikamentöser Behandlungen, Immun- oder Antikörpertherapien während des Rehabilitationsaufenthalts möglich.

Zentrum für rehabilitative Transplantationsmedizin

Langjährige Erfahrung besteht in der Rehabilitation blutstammzell- oder organtransplantierter Patienten. Die besonderen Anforderungen an Labordiagnostik, Hygiene sowie angepasste Ernährung werden berücksichtigt. Spezielle therapeutische Angebote einschließlich notwendiger Supportivtherapie und intensive psychologische Betreuung ergänzen das individuelle Behandlungsprogramm. Ein enger Kontakt mit den Transplantationszentren ist selbstverständlich. Die Fortschritte während der Rehabilitation können durch verschiedene Untersuchungsmethoden, z.B. Muskelkraftmessung, objektiviert werden.

Rehabilitation von Mund-, Kiefer-, Gesicht-, HNO-Tumorerkrankungen

In Zusammenarbeit mit der hausinternen HNO-Abteilung ist eine umfassende Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Tumoren im Hals-Nasen-Ohren- und Mund-Kiefer-Gesichts-Bereich, insbesondere Laryngektomierter, möglich. Spezielle Einzeltherapien, wie manuelle Lymphdrainage, Krankengymnastik, ergotherapeutische Schulung der Kau- und Schluckfunktion sowie des Geschmackssinns und der Speichelproduktion werden durchgeführt. Die Anbahnung der Oesophagusersatzstimme, die Stimmbildung mit Hilfe der Stimmprothese oder elektronischen Stimmhilfen sowie die Schulung bei Sprechstörungen finden im Rahmen der Logopädie statt.

Rehabilitation nach Brustkrebserkrankung

Die Rehabilitation von Frauen nach Brustkrebserkrankung beinhaltet neben einem allgemeinen Konditionstraining auch ein freudbetontes Bewegungsprogramm für den Schultergürtel sowie ein breites psychoonkologisch ausgerichtetes Schulungsprogramm zum Umgang mit den Erkrankungs- und Therapiefolgen. Zur Selbstuntersuchung der Brust wird angeleitet. Bei Bedarf können Lymphdrainagen erfolgen.

Rehabilitation nach Prostatakrebserkrankung

Die Rehabilitation nach Prostatektomie konzentriert sich auf die Reduktion der Harninkontinenz mittels Beckenbodengymnastik und ggf. Biofeedbacktraining. Eine Sexualsprechstunde wird durch unseren Urologen angeboten. Ein spezielles Informationsangebot vermittelt Kenntnisse zum Umgang mit der Erkrankung und deren Folgen.

Rehabilitation nach Nierenkrebserkrankungen

Patienten nach Nieren(teil)entfernung erhalten Informationen zum angepassten Trinkverhalten, zur angemessenen körperlichen Belastung und erlernen Übungen zur Rumpfstabilisation. Eine Beratung durch unseren Urologen erfolgt im Rahmen der Tumornachsorgeuntersuchung.

Rehabilitation nach hämatologischer Erkrankung

Für diese Patienten gibt es spezielle Informationen zur Erkrankung und Nachsorge. Spezielle Therapieangebote zielen auf die Reduzierung therapiebedingter Nebenwirkungen, wie die chemotherapieinduzierte Polyneuropathie ab. Ein Seminar zum Thema Fatigue wird angeboten.

Rehabilitation nach Speiseröhren-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen

Patienten nach Operationen an der Speiseröhre, am Magen oder an der Bauchspeicheldrüse durchlaufen ein intensives Schulungsprogramm zum Umgang mit dem veränderten Verdauungsverhalten. Sie erhalten Hinweise für eine angepasste Ernährung, die in der Lehrküche praktisch erprobt werden.

Rehabilitation nach Darmkrebs oder Kurzdarmsyndrom

Eine individuelle Ernährungsberatung durch Diätassistenten und Ärzte unterstützt Sie bei der Gestaltung Ihres Ernährungsplans.

Rehabilitation von Stomapatienten

Patienten nach Stomaanlage im Bereich des Darm- oder Harntraktes erlernen die selbständige Stomaversorgung unter individueller Anleitung durch ausgebildete Stomatherapeuten. Bei Wunsch kann die Irrigation erlernt werden.

Patienten mit Lungentumoren

Rehabilitation nach Lungenkrebs oder thoraxchirurgischen Eingriffen. Speziell für diese Patienten steht Atemtherapie als Gruppen- oder Einzelbehandlung zur Verfügung. Es können Inhalationsbehandlungen durchgeführt werden und es erfolgt eine Einführung in Übungen mit einem Atemtrainer.

Fatique

In einem Seminar werden Hinweise zum Umgang und zur Überwindung des chronischen Müdigkeitssyndroms vermittelt.