Neuropädiatrie und Neurologie

Unsere Abteilung für Neuropädiatrie und Neurologie ist für alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene offen, die an den Folgen einer akuten Verletzung bzw. Erkrankung oder einer chronischen Störung des Nervensystems bzw. der Muskulatur leiden.

 

Unser neuropädiatrisches und neurologisches Therapie- und Betreuungskonzept hat das Ziel, nach akuten Schädigungen die natürlichen Erholungs- und Reorganisationsvorgänge des Gehirns oder übrigen Nervensystems so gut wie möglich zu unterstützen und zu fördern und eine bestmögliche Wiedereingliederung in Familie, Schule oder Ausbildung zu erreichen.

 

Bei chronischen Schädigungen oder Erkrankungen streben wir an, die Entfaltungsmöglichkeiten des Kindes oder Jugendlichen zu verbessern und sein Entwicklungspotenzial optimal zu fördern.

 

Wir arbeiten dazu an der Verbesserung der Bewegungskontrolle und Fortbewegungsmöglichkeiten, bauen sprachlichen Ausdruck und Kommunikationsfähigkeit aus, fördern die geistigen Leistungen und versuchen problematische Verhaltensweisen ab- und sozial angemessenes Verhalten aufzubauen. Wir wollen mit unserer therapeutischen Arbeit eine Verbesserung der Selbstständigkeit des Kindes oder Jugendlichen in seinem Alltag und eine Erweiterung seiner sozialen Teilhabemöglichkeiten erreichen. Diesen Zielen sind alle einzelnen Therapien verpflichtet.

Indikationen

  • Schädel-Hirn-Verletzungen und Mehrfachverletzungen (Polytrauma)
  • Rückenmarksverletzungen mit Querschnittsyndromen
  • hypoxische Hirnschädigungen
  • Entzündungen von Gehirn, Rückenmark und peripherem Nervensystem
  • Hirn- oder Rückenmarkstumore
  • Hirnblutungen nicht traumatischer Ursache und Hirninfarkte
  • Infantile Zerebralparese
  • Folgezustände bei angeborener Fehlbildungen von Gehirn oder Rückenmark (z.B. Spina bifida)
  • erblich bedingte degenerative Erkrankungen des Nervensystems (z. B. Heredoataxien)
  • neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. Muskeldystrophien)
  • Epilepsien
  • chronische Kopfschmerzen
  • sensomotorische, sprachliche und geistige Entwicklungsstörungen
  • kognitive Teilleistungsstörungen und Verhaltensstörungen mit hirnorganischer Ursache (z. B. ADHS)